Kleine Kugeln ganz groß

seeds-1302793_640Der Begriff Seedbombs ist in deutschen Gärten neu, wobei die Idee dazu schon sehr alt ist. Erfunden wurden die kleinen Kugeln Mitte des 20. Jahrhunderts vom japanischen Reisbauen Fukuoka Masanobu. Bei den Seedbombs handelt es sich um nichts anderes, als um kleine Kugel, die aus Samen Erde und Tonpulver bestehen und einfach irgendwo deponiert werden können. Beim nächsten Regen lösen sie sich auf und schon nach kurzer Zeit werden die darin enthaltenen Samen sprießen. Die Samenkugeln müssen dabei auch nicht eingepflanzt werden, sondern sie können wahllos irgendwo hingeworfen werden, wo etwas Buntes wachsen soll.

Seedbombs selber machen

Die Samenbomben gibt es natürlich im Internet bei verschiedenen Händlern zu kaufen, sie können aber auch leicht selber hergestellt werden. Das macht nicht nur Spaß, sondern sie eignen sich auch besonders gut als Mitbringsel.

An Saatgut kann alles genommen werden was gefällt, die Bandbreite reicht von Blumen aller Art, bis zu Gemüsen und Kräutern. Allerdings sollte sich jeder, der Seedbombs verwendet eine Markierung machen, wo die Bomben ausgelegt wurden, so kann alles wieder gefunden werden.Was zum selber machen von Seedbombs verwendet werden muss, hat bis auf das Saatgut wohl fast jeder im Haus und auch der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen. Die „Zutaten“ bestehen aus Blumenerde, dem Saatgut, einer Schüssel, einer Küchenwaage, einem Mixer, einem Kuchenblech und aus etwas Wasser.

Alle Dinge werden zusammen gerührt und dann zu kleinen Kugeln geformt, die ungefähr die Größe einer Walnuss haben. Das Trocknen kann auf zweierlei Arten erfolgen, entweder sie werden an einen warmen Ort gelegt oder im Backofen getrocknet. Das geschieht bei ungefähr 50 Grad und dauert circa 4 bis 5 Stunden. Wer den Backofen wählt, muss darauf achten, die Tür einen Spalt weit zu öffnen, damit das Wasser außerhalb des Ofens verdunsten kann, ansonsten werden die Kugeln nicht hart genug.Das Mischungsverhältnis spielt eine kleine Rolle dabei, ob sich die Kugeln auch schön entwickeln. Dazu sollte auf einen Teelöffel Samen, die 3 bis 5- fache Menge an Erde genommen werden. Damit die Kugeln schön zusammen halten, kann auch Lehm, Heilerde oder Ton genommen werden.

Im Grunde kommt es nur darauf an, dass im Nachhinein alles schön bunt wird, wenn sich für Blütensamen entschieden wurde.
Seedbombs eignen sich wunderbar für Ecken, die eher etwas vernachlässigt wurden oder als Blickfang in der Mitte eines Beetes. Sie sind am Anfang unscheinbar, aber können für Staunen sorgen. Sie sind auch nicht ausschließlich für Gartenbesitzer geeignet, sondern sie machen sich besonders gut in Blumenkästen auf Terrasse oder Balkon.